Dienstag, 10. Mai 2011

Einsamkeit

Die Idee kam mir heute. Dass ich mich oft einsam fühle, ist kein Geheimnis. Aber wann genau? Wann sind die schlimmsten Momente? Das habe ich gestern und auch heute mal wieder verstehen gelernt. Einsamkeit ist nicht das Alleinsein in der eigenen Wohnung. Hier kann man die Welt und das Leben wunderbar aussperren. Man ist zwar allein, aber man fühlt sich nicht so einsam. Du mußt nicht am Leben teilnehmen, wenn Du nicht willst. Du kannst Dich loslösen und hast die schützenden Mauern um Dich herum.
Einsam bist Du erst unter Menschen. Gerade vorhin, ich saß im Auto und wartete, mitten in einem belebten Wohnviertel. Aus allen Häusern - Leichtbausweise, nehm ich an, Horror! - drangen Geräusche.
In einem Haus wurde ein Kind zu Bett gebracht, die Eltern mit im Bad zum Zähne putzen. Erste Erfahrungen mit Karies und Baktus, die in der Mundhöhle wohnen, konnte ich belauschen.
In einer Wohnung nebenan wurde gestritten, lauthals. Wieder in einem anderen Garten wurde der Tisch fürs Abendessen gedeckt. Und da. Da ist das Gefühl der Einsamkeit. Es überrollt Dich, Du kannst Dich nicht wehren. Weil Du das alles nicht hast - weder das gemeinsame Abendessen, noch den Streit. Denn auch der Streit bedeutet Gemeinsamkeit. Und gerade der Frühsommer bringt es an den Tag, den viel Leben spielt sich draußen ab. Zu Hause, da hast Du Deine Insel. Hast die Macht, zu hören oder aber zu ignorieren. Wenn Du unterwegs bist, hast Du diese Macht nicht.
Es mag jetzt sicherlich nicht DIE Erkenntnis der Menschheit sein, aber mich hat es heute mal wieder getroffen wie ein Faustschlag. Ich bin nicht allein, nein. Ich kann Menschen sehen, anrufen und um mich haben. Aber einsam bin ich. Ganz tief in meinem Innern weiß ich das.
Gestern schon - shoppen war ich - war das Gefühl da. Allein unterwegs in einem Einkaufszentrum - bewußt gewählt, den shoppen können Frauen nur allein. Also ich zumindest. Aber wie schnell das Gefühl der Einsamkeit Dich überrollt. Ich hatte kein Buch dabei - es lag im Auto - also konnte ich mich nicht überwinden, noch gemütlich etwas zu essen und zu trinken. So ohne Gegenpart, der sehr oft mein Buch ist. Aber ich schweife ab.
Eigentlich (ich weiß, das Wort gibt es nicht) wollte ich nur kurz teilhaben lassen. Wie ein Alien habe ich mich gefühlt. Einsam, die Welt sich um mich drehend, lebendig, doch bei und in mir ein völliger Stillstand.

Dienstag, 26. April 2011

Fundstück des Tages

In einem Supermarkt, den ich mehr oder weniger regelmäßig aufsuche, gibt es eine kleine Ecke mit Antiquariat. Und da ich Bücher ja über alles liebe, stöbere ich dort regelmäßig herum, mitgekommen ist - bis heute - allerdings noch nichts. Doch das hier konnte ich einfach nicht stehen lassen:



Ich bin schon gespannt auf die bewährten Tipps für alle Lagen des Lebens - sei es das Kochen, der Haushalt oder die Schönheit. Mal sehen, an dem einen oder anderen Tipp lass ich vielleicht teilhaben - die großen Geheimnisse aber behalte ich natürlich für mich!

Montag, 18. April 2011

Waldimpression

Sonntag, 10. April 2011

Long time no see



"Denn Geschichte ist nicht nur Vergangenheit, sondern auch Gegenwart und Zukunft. Und daran wird sich nie etwas ändern".
Andreas Franz, Teufelsleib.

Mit diesen Worten endet sein letzter Roman. Andreas Franz starb am 13.03.2011. Er wurde nur 57 Jahre alt. Ich habe seine Bücher sehr geliebt, vor allem die Romane um Julia Durant.

Lange war es wieder ruhig hier, mir fehlte einfach die Muße. Ich möchte das gerne wieder ändern und hoffe auf etwas mehr Disziplin. Zu Beginn eine kurze Review zu oben genanntem Buch. Ich habe das Lesen eine Weile vor mir hergeschoben, weil es eben das letzte Buch sein wird von ihm. Es ist aus der Reihe der Peter Brandt Fälle. Einmal angefangen fiel es mir zunehmend schwerer, das Buch wegzulegen. Es handelt von mehreren Frauenmorden - aufgefunden werden sie mit einem Olivenzweig in der Hand, einer Olive im Mund und einer Taubenfeder. Schnell ist klar - es handelt sich um einen Serientäter. Es wird schnell aufgedeckt, die Frauen hatten einen lukrativen Nebenjob. Peter Brandt ermittelt nun in einer Welt aus Fanatismus, Sex, Rache und Gewalt. Ich mag die oft melancholische Stimmung in Franz' Büchern und wenn die Auflösung meiner Meinung hier etwas zu weit hergeholt ist - lesenswert ist dieser Krimi in jedem Fall. Nicht nur, weil es keine weiteren mehr geben wird.

Paradoxerweise läuft - während ich diesen Post verfasse und mal die Speicherkarte auf meiner Kamera sichere (nach 2 Jahren sicher keine schlechte Idee) - mein Fernseher mit Folge 3 der Drombuschs.

Zum Abschluß lass ich noch ein Foto hier:

Montag, 10. Januar 2011

Bei schönem Wetter kann ja jeder!

Getreu diesem Motto hat es mich gestern in die Natur verschlagen. Gleich vorneweg - ja, ich bin nass geworden und ja, es hat geregnet. Nicht zu knapp. Auch wenn ich zwischendurch nicht mehr unterscheiden konnte, ob die nassen Klamotten nun vom Schweiß oder vom Regen kamen. Klar gings mal wieder hoch, diesmal jedoch eine etwas längere Strecke von knapp 6 Kilometern. Nun, bergauf ist nun mal nicht meine Disziplin - ich werd dann manchmal schon etwas zickig und seh nicht ein, warum man nicht immer nur bergab laufen kann. Blödes Konzept, dass die Hütten immer so weit oben sind. Trotzdem - ich bin stolz, dass ich es mal wieder geschafft hab und den "Gipfel" erreicht habe!
Ein bißchen weh tun soll es aber schon - schließlich möcht ich in 2011 mehr Disziplin beweisen, und das heißt vor allem auch Bewegung! Die hatte ich dann reichlich, wenn auch belohnt durch eine leckere Schorle und zwei Leberknödel - wie immer ohne Kraut mit Brot.
Das Wetter kommt auf den Bilder nicht so gut rüber, zwischendrin hatte es schon was von Armageddon. Tote Vögel wurden allerdings keine gesichtet.



Samstag, 1. Januar 2011

Willkommen 2011

Was wird es bringen?

Neue Hoffnung, neue Menschen, neue Jobs,
neue Tränen, neue Angst, neues Lachen,
neue Fehler, neue Freude - ein neues Jahr halt.

Wird schon!