Ich habe das Buch ja am Samstag erst käuflich erworben, recht zügig angefangen und konnte es dann gestern Abend nicht mehr aus der Hand legen. Das erklärt die Müdigkeit, denn bis ungefähr halbeins hielt mich das Buch wach. Und ja, ich wußte schon vorher wie es ausgeht. Passenderweise war auch gestern Enkes Todestag, das ist mir aber erst später bewußt geworden. Mir ging es ja nicht hauptsächlich um die Person Robert Enke an sich, sondern um den Verlauf der Krankheit und die Auswirkungen dieser.
Ich bin noch ein bißchen zwiegespalten, was das Buch angeht. Man merkt dem Autor an, dass er ursprünglich Sportjournalist ist. Ich habe sehr viel mehr über Profifußball gelernt als ich je wissen wollte. Aber gut, Robert Enke war Fußballer. Ich weiß nicht, ob alle Details wirklich wichtig für den Verlauf der Krankheit waren, die ja in dem Buch skizziert wird, oder ob man so einfach Robert Enkes Leben besser verstehen soll. Ich vermute für mich letzteres.
Die Depression wird sehr eindringlich geschildert, so weit das für Außenstehende möglich ist, um einige wenige persönliche Aufzeichnungen von Enke ergänzt. Man kann sich gut einfühlen in das Gehirn von Enke - wenn einem das Krankheitsbild bekannt ist. Öfter dachte ich beim Lesen, dass ich genau das auch empfinde. Und wieder und wieder stellt man sich die Frage, warum das so ist. Warum man diese Krankheit bekommt.
Diese Frage wird selbstverständlich in dem Buch nicht beantwortet, wie auch, wird doch der Ausbruch einer Depression durch vielfältige Ereignisse ausgelöst, bei jedem Betroffenen individuell unterschiedlich.
Doch hier teilen sich dann die Wege - für Robert Enke war eines der Hauptprobleme bei der Bekämpfung seiner Depression die Öffentlichkeit, seine Krankheit sollte nicht bekannt werden und letztlich ist er wohl daran zerbrochen. Wäre er 2009 in eine Klinik gegangen, vielleicht hätte er sich nochmal gefangen. Für den "normalen" Menschen stellen sich hier mehr existentielle Probleme - kann ich meinem Beruf noch nachgehen und Geld verdienen? Hierauf kann und soll das Buch keine Antwort geben, wie auch. Das ist keine Herabwertung, nur eine Differenzierung.
Ob mit dem Buch erreicht wird, dass die breite Masse etwas Zugang zur Thematik der Depression findet, das möchte ich bezweifeln. Denn wer nicht an der Depression leidet, wird die Gedankengänge von Robert Enke nicht nachvollziehen können. Wenn aber nur ein bißchen mehr Akzeptanz entsteht, dann hat es schon geholfen.
Fazit: Lesen. Ohne Vorurteile.
Donnerstag, 11. November 2010
Montag, 8. November 2010
Dämliche Idee!
Genau die hatte ich am Samstag - ich lag ja die letzten Tage krank im Bett rum und dann zieht es einen ja mal wieder vor die Tür. Huch, die Welt besteht ja aus mehr als aus der Wohnung, ein Glück.
Also hab ich am Samstag Vormittag hin und her überlegt und der Drang, mir einige Buchwünsche von meiner Wunschliste zu erfüllen wurde stärker. Auch Douglas könnte man ja mal wieder aufsuchen. Und der Tk Maxx hat doch auch schon geöffnet, oder?
Ich fuhr dann gegen mittag los - extra NICHT in die Rheingalerie, sondern eben ins Rathaus-Center. Schlau, dachte ich, denn die Mehrheit der Menschen würde ja sicherlich das neue Zentrum stürmen. So ganz fit war ich scheinbar noch nicht, denn was ich nicht bedachte - meist ist das Parkhaus des Rheingalerie voll und die Leute weichen - na klar - auf das Rathaus-Center-Parkhaus aus. So auch am Samstag. Bis ich einen Parkplatz hatte und diese Menschenmassen überall - der blanke Horror. Meine Wünsche - mal bei Douglas schauen, mal den Tk Maxx besichtigen, lecker Tee im Teeladen kaufen - reduzierte sich innerhalb kürzester Zeit auf die Buchhandlung. Und auch hier - nur eines der Bücher meiner Wunschliste konnte ich erwerben, alle anderen gab es nicht. Aus Verzweiflung (niemals kauft man nur ein Buch!) nahm ich dann doch zwei mit:


Danach bin ich fluchtartig zu meinem Auto gestürmt - wenigstens hatte ich keine Parkkosten, denn ich bin unter den kostenlosen 30 Minuten geblieben - und nix wie weg, ab in die Oase, ein bißchen schmökern und eine Schorle trinken. Was auch sonst bei dem miesen Regenwetter.
Reumütig kehre ich nun zum Onlineshopping zurück. Und wenn ich mir vorstelle, dass es an den Samstagen vor Weihnachten noch schlimmer wird - ohne mich.
Das Buch über Robert Enke habe ich übrigens bereits angefangen - man lernt viel über Fußball und die internen Vereinsvorgänge (auch als nicht-Fußballfan wirklich ganz interessant) aber auch über sein Leben. Macht nachdenklich. Sehr gut geschrieben. Ich werde näher drüber schreiben, wenn ich es fertig gelesen habe.
Ich hab ja jetzt die Wochenenden dafür immer viel Zeit, denn in die Stadt geh ich ganz sicher nicht mehr!
Also hab ich am Samstag Vormittag hin und her überlegt und der Drang, mir einige Buchwünsche von meiner Wunschliste zu erfüllen wurde stärker. Auch Douglas könnte man ja mal wieder aufsuchen. Und der Tk Maxx hat doch auch schon geöffnet, oder?
Ich fuhr dann gegen mittag los - extra NICHT in die Rheingalerie, sondern eben ins Rathaus-Center. Schlau, dachte ich, denn die Mehrheit der Menschen würde ja sicherlich das neue Zentrum stürmen. So ganz fit war ich scheinbar noch nicht, denn was ich nicht bedachte - meist ist das Parkhaus des Rheingalerie voll und die Leute weichen - na klar - auf das Rathaus-Center-Parkhaus aus. So auch am Samstag. Bis ich einen Parkplatz hatte und diese Menschenmassen überall - der blanke Horror. Meine Wünsche - mal bei Douglas schauen, mal den Tk Maxx besichtigen, lecker Tee im Teeladen kaufen - reduzierte sich innerhalb kürzester Zeit auf die Buchhandlung. Und auch hier - nur eines der Bücher meiner Wunschliste konnte ich erwerben, alle anderen gab es nicht. Aus Verzweiflung (niemals kauft man nur ein Buch!) nahm ich dann doch zwei mit:


Danach bin ich fluchtartig zu meinem Auto gestürmt - wenigstens hatte ich keine Parkkosten, denn ich bin unter den kostenlosen 30 Minuten geblieben - und nix wie weg, ab in die Oase, ein bißchen schmökern und eine Schorle trinken. Was auch sonst bei dem miesen Regenwetter.
Reumütig kehre ich nun zum Onlineshopping zurück. Und wenn ich mir vorstelle, dass es an den Samstagen vor Weihnachten noch schlimmer wird - ohne mich.
Das Buch über Robert Enke habe ich übrigens bereits angefangen - man lernt viel über Fußball und die internen Vereinsvorgänge (auch als nicht-Fußballfan wirklich ganz interessant) aber auch über sein Leben. Macht nachdenklich. Sehr gut geschrieben. Ich werde näher drüber schreiben, wenn ich es fertig gelesen habe.
Ich hab ja jetzt die Wochenenden dafür immer viel Zeit, denn in die Stadt geh ich ganz sicher nicht mehr!
Freitag, 29. Oktober 2010
Fundsache. An der Eingangstür zu meinem Wohnhaus.
Samstag, 23. Oktober 2010
Kleiner TV-Tipp für den Abend
Heute Abend nimmt sich VOX dem Thema an. "Wenn die Seele Trauer trägt" ist der Titel. Ich mag die Themenabende bei VOX. Heute geht es um ein Thema, was mich persönlich sehr betrifft, auch wenn nicht nur die Depression behandelt wird. Ich bin neugierig und hab gleichzeitig auch etwas Angst, aber ich werde es mir anschauen.
Schönen Abend, was immer ihr auch tut.
Edit: ich hab es mir ganz angesehen. Teils fand ich es schade, dass es viel um Promis ging und nicht um den Otto-Normal-Verbraucher. Trotzdem - irgendwie tat es gut mal wieder zu realisieren, dass es noch mehr Menschen mit dieser Krankheit gibt. Wie oft hab ich gestern da gesessen und gedacht "ja, ja, genau so ist es. Warum ist es so?". Aber es gibt Wege heraus, auch das wurde gezeigt. Das macht einem doch auch wieder Hoffnung. Und Mut, weiterzumachen und nicht aufzugeben.
Schönen Abend, was immer ihr auch tut.
Edit: ich hab es mir ganz angesehen. Teils fand ich es schade, dass es viel um Promis ging und nicht um den Otto-Normal-Verbraucher. Trotzdem - irgendwie tat es gut mal wieder zu realisieren, dass es noch mehr Menschen mit dieser Krankheit gibt. Wie oft hab ich gestern da gesessen und gedacht "ja, ja, genau so ist es. Warum ist es so?". Aber es gibt Wege heraus, auch das wurde gezeigt. Das macht einem doch auch wieder Hoffnung. Und Mut, weiterzumachen und nicht aufzugeben.
Sonntag, 17. Oktober 2010
Und im Zweifel für Dich selbst
Ich habe so das Gefühl, dieses Wochenende wird ein "unter-50-Worte"-Wochenende. Das bedeutet einerseits, ich werde morgen über den Klang meiner Stimme erschrecken, es bedeutet andererseits, dass Bücher und Netz die besten Freunde sind. Und heute möchte ich euch ein Buch ans Herz legen, welches mich sehr bewegt hat:

Lene ist zwanzig, als ihr Freund Tim bei einem Autounfall ums Leben kommt. Sie macht das, wovon ich seit längerem träume. Sie setzt sich mit ihrer besten Freundin ins Auto und fährt einfach los. Weg aus Berlin, weg von den Erinnerungen, Hauptsache weg, weit weg. Ziel egal. Und ohne Blick zurück, denn zu Hause wird es nie mehr so sein wie es wahr. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Tonia, Lenes bester Freundin. Es führt die beiden bis zum Meer, dort geht es nicht mehr weiter und die beiden erleben die schmerzhafte Erkenntnis, dass sich die Erde weiterdreht, auch wenn sie doch stehen bleiben sollte.
Schon allein beim Verfassen dieses Posts bekomme ich schon wieder Tränen in die Augen. Das Buch liegt neben mir, ich möchte noch das eine oder andere Zitat raussuchen. Egal wo ich es aufschlage, es berührt mich und löst etwas aus.
"Wir haben gelernt, uns mit vielem abzufinden, das ist unromantisch genug. Der Verlust klebt an den Füßen wie Blasen, gegen die wir uns Einlegesohlen kaufen. Wir schmirgeln unsere Haut ab, damit sie glatt und weich wird, und kaufen Schuhe mit Fußbett und eine Nummer zu groß. Und es hilft. Es hilft am Ende ja doch und wir werfen uns das langsame Verblassen des Schmerzes vor, wir fühlen uns schuldig weil zwar nicht der Tag kommt, an dem du sagst: Heute halte ich es aus. Aber es kommt der Tag, an dem du nicht als erstes an den Schmerz denkst. Und manch einer wirft es sich vor, wenn er sich wieder gut fühlt. Manch einer glaubt nicht mehr daran, glücklich zu werden, und wenn es dann doch passiert, kann es sein, dass er es mit Absicht übersieht. Und manch anderer wird es vielleicht nie los, auch wenn der dachte, er sei längst darüber hinweg. Dann fährt es ihm kalt zwischen die Rippen."
Aus "Und im Zweifel für Dich selbst"; Elisabeth Rank
Mehr möchte ich gar nicht zitieren, ich lege jedem dieses Buch ans Herz. Lest es, weint, lacht, seid traurig und glücklich zugleich. Aber lest es.
Kleiner Nachtrag am Abend: ich hab die 50-Worte-Grenze heute doch noch geknackt. Danke dafür.

Lene ist zwanzig, als ihr Freund Tim bei einem Autounfall ums Leben kommt. Sie macht das, wovon ich seit längerem träume. Sie setzt sich mit ihrer besten Freundin ins Auto und fährt einfach los. Weg aus Berlin, weg von den Erinnerungen, Hauptsache weg, weit weg. Ziel egal. Und ohne Blick zurück, denn zu Hause wird es nie mehr so sein wie es wahr. Erzählt wird die Geschichte aus Sicht von Tonia, Lenes bester Freundin. Es führt die beiden bis zum Meer, dort geht es nicht mehr weiter und die beiden erleben die schmerzhafte Erkenntnis, dass sich die Erde weiterdreht, auch wenn sie doch stehen bleiben sollte.
Schon allein beim Verfassen dieses Posts bekomme ich schon wieder Tränen in die Augen. Das Buch liegt neben mir, ich möchte noch das eine oder andere Zitat raussuchen. Egal wo ich es aufschlage, es berührt mich und löst etwas aus.
"Wir haben gelernt, uns mit vielem abzufinden, das ist unromantisch genug. Der Verlust klebt an den Füßen wie Blasen, gegen die wir uns Einlegesohlen kaufen. Wir schmirgeln unsere Haut ab, damit sie glatt und weich wird, und kaufen Schuhe mit Fußbett und eine Nummer zu groß. Und es hilft. Es hilft am Ende ja doch und wir werfen uns das langsame Verblassen des Schmerzes vor, wir fühlen uns schuldig weil zwar nicht der Tag kommt, an dem du sagst: Heute halte ich es aus. Aber es kommt der Tag, an dem du nicht als erstes an den Schmerz denkst. Und manch einer wirft es sich vor, wenn er sich wieder gut fühlt. Manch einer glaubt nicht mehr daran, glücklich zu werden, und wenn es dann doch passiert, kann es sein, dass er es mit Absicht übersieht. Und manch anderer wird es vielleicht nie los, auch wenn der dachte, er sei längst darüber hinweg. Dann fährt es ihm kalt zwischen die Rippen."
Aus "Und im Zweifel für Dich selbst"; Elisabeth Rank
Mehr möchte ich gar nicht zitieren, ich lege jedem dieses Buch ans Herz. Lest es, weint, lacht, seid traurig und glücklich zugleich. Aber lest es.
Kleiner Nachtrag am Abend: ich hab die 50-Worte-Grenze heute doch noch geknackt. Danke dafür.
Mittwoch, 6. Oktober 2010
Mal wieder Lesen
Endlich mal wieder ein kleiner aber feiner Buchtipp von mir: Jeffrey Deavers "Der Täuscher".

Einmal angefangen konnte ich es kaum noch aus der Hand legen, am Wochenende bin ich sogar beim Aufräumen mit dem Buch in der Hand hin- und hergelaufen.
Das Thema ist mehr als aktuell, es handelt von der Macht der Information und Daten, die im Laufe eines Menschenlebens entstehen. Diese werden von professionellen Datensammlern zusammengetragen und zu Dossiers verarbeitet - erschreckend detaillierte Dossiers. Der Killer in diesem Roman zeigt hervorragend, wie schnell diese Macht mißbraucht werden und Menschen ins Unglück stürzen kann. Selbst Käufe und Informationen, die einem völlig belanglos erscheinen können eine große Wirkung entfalten. Auf die Darstellung von brutalen Mordmethoden (für die ich ja sonst immer zu haben bin) wird fast völlig verzichtet, dennoch war dieses Buch für mich ein absoluter Pageturner. Mehrfach lockt mich Deaver auf eine falsche Spur. Meinen Ehrgeiz, den Täter vor Ende des Buches zu enttarnen konnte ich diesmal nicht füttern.
Also - wer was Spannendes sucht - unbedingt lesen!
Ein nächster Buchtipp folgt ganz bald - aber ein völlig anderes Genre und ein völlig anderes Buch. Da ich hier aber unbedingt Zitate verwenden möchte, wird das bis zum Wochenende warten. Lest so lange den Deaver!

Einmal angefangen konnte ich es kaum noch aus der Hand legen, am Wochenende bin ich sogar beim Aufräumen mit dem Buch in der Hand hin- und hergelaufen.
Das Thema ist mehr als aktuell, es handelt von der Macht der Information und Daten, die im Laufe eines Menschenlebens entstehen. Diese werden von professionellen Datensammlern zusammengetragen und zu Dossiers verarbeitet - erschreckend detaillierte Dossiers. Der Killer in diesem Roman zeigt hervorragend, wie schnell diese Macht mißbraucht werden und Menschen ins Unglück stürzen kann. Selbst Käufe und Informationen, die einem völlig belanglos erscheinen können eine große Wirkung entfalten. Auf die Darstellung von brutalen Mordmethoden (für die ich ja sonst immer zu haben bin) wird fast völlig verzichtet, dennoch war dieses Buch für mich ein absoluter Pageturner. Mehrfach lockt mich Deaver auf eine falsche Spur. Meinen Ehrgeiz, den Täter vor Ende des Buches zu enttarnen konnte ich diesmal nicht füttern.
Also - wer was Spannendes sucht - unbedingt lesen!
Ein nächster Buchtipp folgt ganz bald - aber ein völlig anderes Genre und ein völlig anderes Buch. Da ich hier aber unbedingt Zitate verwenden möchte, wird das bis zum Wochenende warten. Lest so lange den Deaver!
Donnerstag, 2. September 2010
Meine liebste Webcam
Gerade wieder reingeschaut und heute Morgen sind die Bilder wieder besonders schön! Die Webcam (klick) steht auf dem alten Sandsteinaussichtsturm auf dem Weinbiet. Eine Wanderung auf das Weinbiet ist mein persönliches Armageddon - ich fluche immer, wenn ich hoch laufe. Aber jedes Mal wird man mit einer herrlichen Aussicht belohnt, und zudem gibts im Weinbiethaus die besten Leberknödel - mit lustigen 7 cm Durchmesser!
Jetzt genieß ich nochmal kurz die Aussicht...
Jetzt genieß ich nochmal kurz die Aussicht...
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