Montag, 20. Juli 2009

Die Nacht

Ich stelle fest, ich poste bevorzugt nachts. Derzeit habe ich Urlaub und kann mir deshalb die späte Stunde gut erlauben. Schon interessant, wie schnell sich das Leben dreht, wenn man nicht arbeiten muss. Tagsüber schlafen, nachts wach sein. Perfekt, zumindest für mich. Insomnia.

Egal, ich weiß nicht mal, ob ich überhaupt Leser habe in diesem Blog, aber das ist auch nicht wichtig. Ich muss der Welt trotzdem etwas mitteilen.

Ich hatte heute ein Gefühl. Es ist nur ein kurzer Moment gewesen, ganz kurz. Aber er war da, greifbar. Sowohl in meinem Kopf als auch in meinem Bauch (und darauf wäre mein Therapeut sehr stolz!). Ich war wieder da. Im Leben. So richtig.

Einer Freundin im Skype habe ich dazu geschrieben:

"Sternkind ‎(23:45):
ich lebe. und ich hab heute seit langem das erste mal nicht gedacht "ich hab kein bock drauf, auf das leben". das ist ein großer schritt für mich."

Sie hat geantwortet:
"ja, das ist es! und es wird so auch immer öfter sein."

Ich hoffe, das es so ist, es ist ein neues Gefühl für mich, ungewohnt, ganz zart noch. Ich war wieder da. So ganz, wie ich mich immer gekannt habe. Dieses Gefühl, und mag es von noch so kurzer Dauer sein, hatte ich seit 2 Jahren nicht mehr.

Und gerade der Blick in Richtung Tod, der mir momentan so präsent ist wie selten zuvor. Er schärft die Sinne. Lässt die Augen öffnen für Dinge, an denen man sonst vorbeigeht. Dieser Blick lässt mich wieder ins Leben. Ich weiß nicht, ob ich dieses Gefühl halten kann. Vielleicht ist es nur die Magie dieser Nacht. Und dieses Tages. Aber ich möchte es versuchen. Ich finde vielleicht nicht immer die richtigen Worte, aber wer mich kennt, wird es verstehen. Die nächsten Wochen werden sehr schwierig. Aber ich werde sie überstehen.

Die Nacht. Sie ist gut, sie ist gütig. Sie ist wunderschön.

Mittwoch, 8. Juli 2009

Mal wieder ein "reloaded" und ein Danke.

Aber zum Glück ein guter Reloaded-Eintrag, denn ich hab mal wieder die Haare schön!



Und ein Danke wollte ich loswerden. Ich habe im letzten halben Jahr, naja fast sogar Jahr so viele Menschen kennengelernt und lieb gewonnen, sei es im Real Life, wie man so schön sagt, oder aber auch im Netz. Brave new world. Denen gebührt ein Danke. Sie wissen warum, glorious queens of the night.
Und noch mehr Danke gebührt auch den Menschen, die schon lange in meinem Leben sind. Sie sind nicht immer persönlich präsent, aber sie sind immer da. Schön zu wissen.

In diesem Sinne, und weil mir grad danach ist und weil das Leben manchmal einfach danach schreit:

Mittwoch, 1. Juli 2009

Nicht ohne Worte, aber ohne weiteren Text



Mit Dank an Wolfgang für´s fotografieren aus dem fahrenden Auto. Wer schon mal mit mir Auto gefahren ist weiß, dass das nicht ganz einfach ist.

Montag, 29. Juni 2009

Ich weine.

Ja. Endlich. Ich weiß gar nicht genau warum, aber der Tag hat sehr viel Input gehabt. Ich habe Dinge von Menschen erfahren, die ganz schreckliche Erlebnisse hatten. Menschen, die ich nicht mal gut kenne. Dann auch von Problemen von Menschen, die ich ein bißchen besser kenne. Und irgendwie hat der Abend eine Eigendynamik entwickelt. Dann bekommt man Musik geschickt und plötzlich ist die Fassung, die man einige Zeit mit Mühe aufrecht erhalten hat, vorbei. Zuviel ist passiert in den letzten Wochen. Und irgendwann ist dann die mühsam errichtete Fassade erschüttert. So jetzt. Und die Tränen fließen. Tränen um das, was hätte sein können. Wie mein Leben hätte aussehen können. Tränen über den Weg, den ich gewählt habe. Tränen für Menschen, deren Geschichten ich heute gehört habe. Tränen für die Menschen, die mir nahe stehen. Wenn ich mir ganz nüchtern die verschiedenen Erlebnisse anhöre, so treten meine eigenen Probleme und Schwierigkeiten doch sehr in den Hintergrund. Sie sind nichtig, im Vergleich. Und doch gleichzeitig so präsent, weil sie mich betreffen. Aber ich weine. Endlich. Und ich möchte diesen Moment und diese Nacht nicht missen. Sie hat einen Zauber in sich.

Freitag, 22. Mai 2009

Hilflos

Manchmal passieren im Leben Dinge, die man so gar nicht steuern kann. Die Dich einfach mal so eben komplett aus der Bahn werfen und verändern. An sich muß das ja nicht schlecht sein. Wenn es Dir aber ein Stück Boden unter den Füßen weg zieht, ganz plötzlich und ohne Ankündigung, dann wird es schwierig. Und genauso hilflos fühle ich mich gerade. Ich kann nichts tun, nicht helfen, gar nichts. Nur abwarten, abwarten, abwarten. Das ist anstrengend. Es raubt einem die letzte Kraft, die man noch hat. Und trotzdem funktioniert man weiter. Und man wundert sich, wieviel man aushalten kann. Wieviel Kraft da noch irgendwo ist.



"Wir kommen auf die Welt, leben und sterben. Nur nicht zwingend in dieser Reihenfolge"
(Grey´s Anatomy)

Freitag, 3. April 2009

Freitag der 13. reloaded

Es war Freitag, der 13., im Februar, als mein Vater sich zum ersten Mal einer Operation unterziehen mußte. Danach schien alles besser zu werden. Schien. Heute ist wieder Freitag, jedoch nicht der 13. Trotzdem ist heute die nächste Operation. Und wieder heißt es warten. Immerhin, eine "3" ist im Datum und es ist wieder Freitag, vielleicht bringt das ja Glück. Ich hoffe es.



Für das Bild lieben Dank an Lescha.

Dienstag, 31. März 2009

Ich hab die Haare schön, ich hab die Haare schön

Naja, zumindest anders. Ob es schön ist liegt im Auge des Betrachters.
Einmal mit Wind



und dann nochmal ohne Wind